Ein Ladungsträger ist kein Katalogartikel. Er wird um ein Bauteil herum konstruiert und dann zwei-, dreihundert Mal gleich gebaut. Wir vermitteln Betriebe in Südosteuropa, die solche Gestelle als Serie schweißen: mit Vorrichtung, Erstteilfreigabe und eingelagerter Lehre für die Nachbestellung. Die Zeichnung kommt von Ihnen; wir organisieren Herstellerauswahl, Muster und Abwicklung.
Technisch ist ein Transportgestell unspektakulär. Teuer wird es durch zwei Dinge, die in der Zeichnung nicht stehen: Wiederholgenauigkeit und Leerlauf.
Gestelle laufen im Kreislauf und müssen untereinander tauschbar bleiben. Wird nachbestellt, nachdem der Betrieb die Vorrichtung verschrottet hat, weichen die Aufnahmen ab — und ein Bauteil, das in Gestell 40 passt, klemmt in Gestell 310.
Ein Gestell transportiert vor allem sich selbst. Ob es leer gestapelt oder gefaltet zurückläuft, entscheidet über die Frachtkosten eines Umlaufs stärker als der Stahlpreis über den Einkauf.
Ladungsträger braucht man, wenn die Serie anläuft — also dann, wenn die eigene Schweißerei mit dem Produkt ausgelastet ist. Zweihundert Gestelle nebenher sind in der Regel nicht unterzubringen.
Schweißen können viele. Wer aber noch keinen Ladungsträger gebaut hat, unterschätzt den Vorrichtungsbau und die Toleranzen an den Aufnahmen — dort, wo das Bauteil liegt, nicht an der Außenkontur.
Welcher Typ passt, entscheidet nicht der Geschmack, sondern das Teil und der Umlauf: Wie wird es aufgenommen, wie kommt das Gestell leer zurück, wer greift es mit welchem Gerät? Die Begriffe sind die der Branche — unter ihnen finden Sie auch Angebote anderer.
Mischformen sind der Normalfall — ein Rungengestell mit Rollen, ein Werkstückträger mit klappbaren Wänden. Beschreiben Sie uns das Bauteil und den Weg, den es nimmt; der Typ ergibt sich daraus. Stapelbar, klappbar, nestbar oder steckbar ist dabei keine eigene Bauart, sondern eine Eigenschaft, die zu jedem der sechs Typen dazukommen kann.
Nicht nur Ladungsträger: Was sich aus Rohr, Profil und Blech schweißen lässt, entsteht im selben Betrieb — vom Transportgestell über das Aufstellgestell bis zur Arbeitsbühne, jeweils bis zur verzinkten, beschrifteten Serie:
Diese Seite behandelt ein Bauteil. Geht es Ihnen um das Verfahren — welche Betriebe nach EN 1090 und ISO 3834 arbeiten und wie Schweißnachweise aussehen —, führt Schweißbaugruppen fertigen lassen schneller zum Ziel. Trägt das Bauteil eine Maschine, statt sie zu transportieren, dann Maschinenrahmen & Grundrahmen.
Produkt anfragen →Zeichnung schon zur Hand? Anfrage, Herstellerauswahl und Angebotsvergleich sind kostenfrei — eine Provision fällt nur an, wenn ein Auftrag zustande kommt.
Unterlagen hochladen →Nicht der Stundenlohn. Wer Ladungsträger allein über den Preis vergibt, zahlt die Ersparnis beim zweiten Umlauf zurück. Es geht um vier andere Dinge:
In den meisten Fällen geht es nicht darum, einen Lieferanten zu ersetzen, sondern einen zweiten zu haben. Serienanläufe und Nachbestellungen kommen selten dann, wenn gerade Platz ist.
Von Bosnien und Serbien nach Süddeutschland sind es zwei bis drei Tage per Lkw. Bei sperrigen Gestellen, die als Leergut zurücklaufen, zählt die Entfernung doppelt.
Eine Rückfrage am Vormittag ist am Nachmittag beantwortet. Das klingt nebensächlich, bis eine Zeichnungsänderung in der Anlaufphase geklärt werden muss.
Betriebe dieser Größe nehmen fünfzig Gestelle an und auch fünfhundert. Wer nur Großserie fährt, lehnt die ersten Muster ab — und genau die braucht man zuerst.
Die Kostenstruktur ist günstiger als in DACH, das ist kein Geheimnis. Entscheidend für die Rechnung ist aber, ob ein Betrieb die Bauform beherrscht und die Vorrichtung aufbewahrt — ein billiges Gestell, das in der zweiten Charge abweicht, ist das teuerste.
Sie müssen in Südosteuropa keine Betriebe suchen, besuchen und bewerten. Das ist unsere Arbeit. Die technische Verantwortung für Ihren Entwurf bleibt aber dort, wo sie hingehört.
STEP, DWG oder bemaßtes PDF. Liegt noch keine Zeichnung vor, genügen für die erste Einschätzung Maße und Gewicht des Bauteils, Stückzahl je Gestell und wie es aufgenommen werden soll.
Wir fragen Betriebe an, die Ladungsträger schon in Serie gebaut haben, und legen Ihnen die Angebote mit gleichen Positionen nebeneinander. Angaben zu Vorrichtung und Lehren gehören dazu.
Ein Gestell vorab, beladen mit Ihrem Bauteil geprüft. Was dabei auffällt — Einlage zu hart, Zentrierung zu knapp — ändert sich an einem Stück, nicht an dreihundert.
Nach Ihrer Freigabe läuft die Serie. Vorrichtung und Lehren bleiben beim Fertiger eingelagert, damit die Nachlieferung in zwei Jahren maßgleich ist und beschädigte Gestelle einzeln ersetzt werden können.
Die Seite zu Schweißbaugruppen behandelt das Verfahren: welche Betriebe nach EN 1090 und ISO 3834 arbeiten und wie Schweißnachweise aussehen. Die Seite zu Maschinenrahmen behandelt ein Bauteil, das eine Maschine trägt und danach spanend bearbeitet wird. Hier geht es um ein Bauteil, das im Umlauf lebt: Es wird hundertfach gleich gebaut, beladen, gestapelt, zurückgefahren und in zwei Jahren maßgleich nachbestellt. Deshalb zählen Vorrichtung, Wiederholgenauigkeit und Stapelbarkeit mehr als Passflächen.
Ab etwa 50 Gestellen gleicher Bauform wird der Vorrichtungsbau bezahlbar, weil er sich auf die Stückzahl verteilt. Darunter geht es auch, dann trägt das einzelne Gestell den Werkzeuganteil. Nach oben ist bei einigen Tausend Stück pro Jahr keine Grenze, dann wird meist auf Roboterschweißen umgestellt.
Ja. Für ein Muster oder eine Handvoll Gestelle wird ohne Vorrichtung auf Lehre gebaut. Das ist je Stück teurer und in der Wiederholgenauigkeit schwächer — für die Erprobung reicht es, für den Umlauf nicht.
Dafür sind sie gedacht. STEP ist am besten, weil sich Schweißfolge und Vorrichtung daran ablesen lassen; DWG und bemaßtes PDF gehen ebenfalls. Fällt uns dabei eine Toleranz auf, die den Preis treibt, ohne der Funktion zu dienen, sagen wir es vor der Kalkulation — ändern tun Sie.
Ja, und wir empfehlen es bei jedem neuen Gestell. Ein Muster mit Beladeprobe kostet wenige hundert Euro und verhindert den Fehler, der sonst dreihundert Mal gebaut wird.
Üblich sind Baustähle S235JR und S355J2 als Rohr, Profil und Blech. Edelstahl 1.4301 und 1.4571 sind möglich, ebenso Aluminium, wenn das Gestell von Hand bewegt wird. Einlagen und Auflagen aus Holz, PE, Filz oder Schaum kommen aus demselben Betrieb oder von dessen Zulieferer.
Für den Außen- und Werksverkehr meist Feuerverzinken nach DIN EN ISO 1461, für Innenbereiche Pulverbeschichtung in RAL, auf Wunsch kombiniert — verzinkt und darüber beschichtet. Beschriftung, Nummerierung und Typenschilder lassen sich mitbeauftragen.
Der Kaufvertrag über die Gestelle entsteht zwischen Ihnen und dem Herstellbetrieb. SYVEX vermittelt, bereitet die Anfrage auf, begleitet Muster und Abwicklung und erhält dafür eine Provision — fällig nur, wenn ein Auftrag zustande kommt. Wir sind nicht Verkäufer der Ware und übernehmen keine Produkthaftung.
Vor der Serie ein Erstteil mit Messprotokoll der maßgeblichen Aufnahmen, dazu auf Wunsch Schweißnachweise nach EN 1090-2 und Werkstoffzeugnis 3.1. In der Serie vereinbaren wir Prüfumfang und Stichprobe vorab, damit nicht am Ende darüber verhandelt wird. Was geprüft wird, legen Sie fest.
Das ist einer der häufigeren Anlässe. Sie geben Zeichnung und Stückzahl, wir holen Angebote ein, und Sie sehen, wo Ihr heutiger Preis steht. Ergibt sich kein Vorteil, sagen wir das auch — kostenfrei, weil unsere Provision am Auftrag hängt.
Ja, und bei Ladungsträgern lohnt es besonders. Wie viele Gestelle leer auf eine Lkw-Ladefläche gehen, entscheidet über die Kosten jedes Umlaufs. Stapelbarkeit, Faltbarkeit und Ladungssicherung nehmen wir deshalb in die Anfrage auf, nicht erst in die Versandplanung.
In der Regel fünf Werktage ab vollständiger Zeichnung. Bei ungewöhnlichen Bauformen oder wenn mehrere Betriebe Vorrichtungskosten rechnen müssen, kann es etwas länger dauern; wir sagen dann, wie lange.
Hilfreich sind: technische Zeichnung oder 3D-Modell, Stückzahl beziehungsweise Jahresmenge, Werkstoff, gewünschte Oberfläche, Liefertermin und — wenn Sie einen haben — ein Zielpreis. Fehlt davon etwas, fragen wir nach. Sie erhalten in der Regel innerhalb von 5 Werktagen Angebote mit Preis, Lieferzeit und dem Profil des Fertigungsbetriebs.
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